wahlkrEISBÄREN ON TOUR – zweiter Tag

Noch etwas trüb kommt der Wahlsamstag daher. Aber trocken, was gut ist, um Leute von Zweitstimme Grün zu überzeugen. Bei Regen würde die Laufkundschaft vorbeihasten und keine Argumente austauschen. Auch würden die Flyer nass. Und wehe, der NIederschlag befeuchtet das Brausepulver. Weitgehend trocken bleibt der Samstag und damit konnte der Wahlkampf frühmorgens beginnen. In Schwaney vor dem Markant, wo die Brötchentheke gestürmt wird oder wie hier in Lichtenau. Wahlstände bringen Farbe ins politische Leben.

In Hövelhof gibt es einen Wander-Wahlkampfstand: „Frisch – Gesund – Lecker“. Der Renner: Grüne Enten mit Hartmut-Oster-Flyern. Wir erkunden die Geschäftswelt. Überall dort, wo größere Discounter samt Parkplätzen locken, herrscht Publikumsverkehr. So wandern Eisbär & Crew von einem Geschäft zum anderen.

Der wahlkrEISBÄR fördert zu großen Freude für die Kinder thematische Süßigkeiten, logisch: Eiskonfekt und Gletschereis-Bonbons, aus seinem „Zukunft wird aus Mut gemacht“-Beutel zu Tage. Theo findet den Eisbären kuschelig und stürmt auf ihn „Hallo Eisbär!“ zu. Anton hingegen versteckt sich hinter dem Kinderwagen. Selbst als ihn seine Oma auf den Arm nimmt, riskiert er vorsichtshalber keinen Blick auf das Raubtier. Aber auch auf die Erwachsenen übt der Eisbär eine magische Anziehungskraft aus: Bitte ein Foto. Aber gern.

 

Auch die Grünen in Altenbeken setzen mit dem Südost-Eisbären auf das Prinzip Wander-Wahlkampfstand. Nach dem Auftakt in Schwaney, verlegen sie sich nach Buke, wo vor dem Combi viele Menschen zusammenströmen.

Die wahlkrEISBÄREN haben sich geteilt. Die Nordwest-Bärenroute führt durch die Hövelhofer Geschäftswelt. Und kombiniert sich unser Anliegen mit dem Lokaltermin: Dringend braucht es bei Erderwärmung einen Eisgipfel, wer aus US-Präsident Trump und der FDP-Generalsekretärin Nicola Beer will das abstreiten. Aus Sicht der WahlkrEISBÄREN & Senne-Grünen: Gern in der Eismanufatur in Hövelhof. Sonst droht Hitzschlag.

In Paderborn ist Weltkindertag. Fällt er in mitten die Woche, verschiebt das Kinderbüro ihn einfach auf den folgenden Samstag. Also heute. Cool, dachten sich die Paderborner Grünen, dann bauen wir eine Carrerabahn auf. Sport-begeistert? Energie-geladen? Nachhaltig-veranlagt? Fahrrad betriebene Carrera-Bahn am Marienplatz. Der Cheforganisator Patrick Schweinforth kommt aus Schloß Holte, Stefan Schwan leiht sein Rad und los kann es gehen. Kinder, aber auch Erwachsene umlagern die Bahn. Das Rennen rockt. Logo: es ist E-Mobilität pur.
E-Mobilität, das ist auch auf der Südost-Tour Thema. Wir müssen weg von den fossilen Verbrennern. Das Dampflok-Zeitalter hat es uns vorgemacht. Plötzlich wirkten die Dampflok wie Museumsvehikel. Schnappschuß aus der Eisenbahn-Knotenpunkt Altenbeken. Übrigens die Elektrifizierung der Bahngleise erreichte den Paderborner Bahnhof erst 1972.
Aber sonnenklar ist doch, die Strategie mit den emissionsfreien Autos kann erst dann aufgehen, wenn sie Erneuerbare Energien tanken. Warum sind wir nicht stolz darauf,  Fortschrittsregion zu sein. Paderborner Land 100% erneuerbar. Bürgerwindparks wie den in Lichtenau halten wir für den Königsweg. Das klappte aber auch nur, weil in unzähligen Gesprächen die Politik Bürgerinnen und Bürger von der Vision überzeugt hat. Andere Gemeinden und benachbarte Bürgermeister sabotieren die Energiewende nach Kräften.
 Aber die Mobilitätswende schaffen wir nicht allein dem politischen Steuerunggssignal und der Rahmenvorgabe 2030 nur emissionsfreie Autos zuzulassen. Wir müssen auch in die Netze des ÖPNV investieren. Gerade für ländliche Regionen eine zentrale Herausforderung. Wir müssen sie konsequenter weiter entwickeln: Preise senken und Takte erhöhen wirkt Wunder.
Leider konnten wir das mit dem Paderborner Bürgermeister Dreier – in seinen Verantwortungsbereich fällt der PaderSprinter – nicht ausführlich erörtern. Seine Partei blockiert derartige Überlegungen. Stattdessen erzählte er uns, dass er bei der Kommunalwahl noch beim Wahlsonntagmittag auf Werbetour auf dem Elsener Bürgerfest gewesen ist. Hier ist bei uns kein Termin eingetragen. Auch reichte die Zeit für einen Schnappschuss mit Afifa und dem grünen Eisbären.
Unsere letzte Station die Aabachtalsperre, in der Naturschule: Es fehlt die Niederschlagsmenge von mehr als 1 Jahr. Wie überleben wir ohne vorzügliches Trinkwasser? Klar ist, dass der Klimawandel für die reduzierten Regenmengen verantwortlich ist. Die Waseroberfläche ist meilen weit, nun ja sagen wir kubikmeterweit vom Stauziel 345 Meter über Normal Null entfernt.
Ändern wir die Politik, nicht das Klima.
Und da gibt es nur eine Wahl.

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